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3rik

Einmal Fahrrad gestohlen und zurück

Zusammenfassung: Vor kurzem wurde mir mein Fahrrad gestohlen und ich fand es danach um die Ecke. Deshalb merke: Gegend absuchen beim Fahrradklau.

Vor kurzem in Berlin. Ich bin nur kurz in meine Lieblingskneipe um ein Radler mit dem Barkeeper zu trinken. Mein Fahrrad habe ich direkt vor der Tür in den Fahrradständer gestellt und abgeschlossen. Zwar nicht an einen festen Gegenstand fixiert, aber eben mit einem dickem Fahrradschloss in sich selbst abgeschlossen.
Ungefähr eine halbe Stunde später gehe ich wieder vor die Türe und mein Fahrrad ist weg!
Geklaut.
Scheiße.
Schon mein drittes Fahrrad in 5 Jahren…

Dann schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: Wenn ich das Fahrrad richtig abgeschlossen nur nicht angeschlossen habe, dann könnte es doch sein, dass der Dieb vielleicht gar nicht das passende Werkzeug dabei gehabt hat um mein dickes Schloss zu durchtrennen? Vielleicht ist es ein Gelegenheitsdieb, der mein Fahrrad gesehen hat und sich diesen Fang nicht entgehen lassen wollte … – aber weil er nicht das passende Werkzeug dabei hatte, hat er es vielleicht nur irgendwo hin gestellt, quasi “für später”, wenn er mit dem richtigen Werkzeug kommen kann?

Also laufe ich die Straße ab und suche mein Fahrrad. Und siehe da, nur 30m weiter, in einem Haufen von Sperrmüll, da steht es! Ich mache Luftsprünge und freue mich über das unverhoffte Wiederfinden meines Fahrrads. Und der Schlüssel passt auch noch ; )

Deshalb mein Tipp: Wenn mal (wieder) dein Fahrrad geklaut wurde, dann suche erstmal die Gegend ab. Vielleicht hat es der Dieb nur schnell irgendwo weggestellt um es später oder am nächsten Tag mit dem entsprechenden Equipment mitzunehmen.

Eine neues Kampagnentool: Der Digital-o-Mat

Zusammenfassung: Die Koalition Freies Wissen hat das Konzept des Wahl-o-Mat verwendet um einen Digital-o-Mat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu erstellen: https://www.digital-o-mat.de/. Der Digital-o-Mat basiert auf Freier Software und wird von dieser Koalition auch zur Bundestagswahl 2017 eingesetzt werden.

Der Free Software Foundation Europe (FSFE) ist es mit ihren Ask Your Candidates-Kampagnen schon immer ein Anliegen gewesen, gerade auch die Wahlkampfzeiten zu nutzen um Kandidierende und Parteien zum Thema Freie Software zu befragen und zu durchleuchten. Letztes Jahr haben wir uns dann anlässlich der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin erstmalig mit anderen NGOs zu einer Koalition Freies Wissen zusammengeschlossen, um gemeinsame Wahlprüfsteine zu versenden. Zu der Koalition gehören neben der FSFE das Bündnis Freie Bildung, der Digitale Gesellschaft e.V., Freifunk, die Open Knowledge Foundation DE und Wikimedia DE.

Ein beispielhaftes Ergebnis des Digital-o-Mat
Aus dieser Koalition ist die Idee eines Digital-o-Mat hervorgegangen. Vorbild dafür war der Wahl-o-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. In insgesamt acht Fragen können interessierte Wähler mit Hilfe des Digital-o-Mat ihre eigenen Präferenzen zu netzpolitischen Themen mit denen der in NRW antretenden Parteien abstimmen. Die Themen decken dabei Bildung, Freifunk, Freie Software und vieles mehr ab. Sobald man selbst die acht Fragen beantwortet hat, bekommt man automatisch ein Ergebnis der eigenen Meinung im Vergleich zu den Parteien präsentiert.

Unter diesem Ergebnis findet man zudem die detaillierteren Positionen der Parteien aufgeschlüsselt. Diese wurden von den Parteien für unseren Digital-o-Mat selbst erstellt.

Aufgeschlüsselte Antworten der Parteien, beispielhaft

Solltest du nicht in Nordrhein-Westfalen wohnen, wirst du dieses Jahr zur Bundestagswahl erneut die Chance haben, den Digital-o-Mat als Wahlhilfe zu verwenden. Aber auch wenn du bei dieser Landtagswahl nicht wählen darfst, hilft der Digital-o-Mat dabei eine grobe Orientierung über die generellen Positionen der Bundesparteien zu aktuellen netzpolitischen Themen zu gewinnen.

Die zu Grunde liegende Software ist Freie Software und kann und darf und soll für andere Wahlen adoptiert, verändert, angepasst und wiederverwendet werden!
Code: GitHub; Lizenz: MIT

Federführend für dieses Projekt zeichnet sich Wikimedia Deutschland. Erstmalig in die Koalition hinzugesellt hat sich zudem der Chaos Computer Club. Das Logo stammt von Elio Qoshi von Ura / Open Source Design.

Vorschläge zur Förderung von Open Science im Rahmen des OGP

Die Wissenschaftskulturen haben sich fachübergreifend geöffnet und Open Science ist fester Bestandteil im Leitbild guter wissenschaftlicher Praxis. Akademikerinnen und Akademiker nehmen Elemente der Open Science als genuine Bestandteile ihrer wissenschaftlichen Arbeit wahr. Standards der Open Science, etwa kollaborative und kontributive Forschung, sind fest in der akademischen Praxis und Ausbildung implementiert. Öffentlich finanzierte und öffentlich ko-finanzierte Forschungsdaten und Forschungsergebnisse werden stets, privat finanzierte überwiegend offen publiziert, um ihre Wahrnehmbarkeit im akademischen Diskurs und darüber hinaus zu gewährleisten. Rechtliche Probleme offener Nutzung, etwa im Urheberrecht oder dem Datenschutzrecht, sind durch entsprechende rechtliche Schranken für Wissenschaft und Forschung gelöst. Öffentlich zugängliche und technisch barrierefreie Open Science Repositorien dienen der Wissenschaft als Hort der Wissensverteilung und des Diskurses sowie den Bürgern als Möglichkeit am akademischen Diskurs und der Forschung teilzunehmen. Der Gesellschaft im Gesamten dienen sie als Ort der digitalen Langzeitarchivierung und ermöglichen die Transparenz öffentlich verwendeter Forschungsgelder.

Soweit ist es leider noch nicht, aber das ist die Vision bis 2030, die wir in der Arbeitsgruppe “Open Science” des deutschen Nationalen Aktionsplan Open Government Partnership (OGP) formuliert haben. Damit es bis 2030 soweit kommen kann, haben wir jüngst ein Positionspapier zur Förderung von Open Science im Rahmen des europäischen Förderprogramms Horizon 2020 veröffentlicht und jetzt mit direktem Blick auf die Bundesregierung in einem Grundlagenpapier folgende konkrete Maßnahmen zur Förderung von Open Science formuliert:

  • Entwicklung einer Open Science Definition und Strategie, um eine langfristige Öffnung der öffentlich finanzierten oder ko-finanzierten Forschung zu erreichen. Dazu gehört insbesondere die im Rahmen des rechtlich möglichen, verpflichtende Veröffentlichung von Forschungsdaten (Open Data), -ergebnissen (Open Access), -methoden (Open Research) und -software (Open Source / Freie Software) unter freien Lizenzen.
  • Entwicklung und gesetzliche Implementierung einer Open-Science-Rechtsschranke für die freie Nutzung von Forschungsdaten und -ergebnissen im Wissenschaftskontext, die die rechtlichen Hindernisse der Open Science (u.a. Urheberrecht, Datenschutzrecht) befriedigend löst.
  • Aufbau von Open Science Repositories unter Verwendung Offener Technologien (Freie Software und offenen Standards) um technische Barrierefreiheit sowie eine nachhaltige Verfügbarkeit und die Langzeitarchivierung von Forschung zu garantieren.
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Google, Autocomplete and “the Germans”

Last night I used Big Google to look for information about Germans and I found it was thrilling to see how variable Google’s Autocomplete feature fills up in different languages if you ask: “Why are there so many Germans … ?”

As I understand, Google’s Autocomplete is using an algorithm that in particular take notes of former search inquiries and offers you the three to four mostly used completions of your sentence. If this is the case, you can see what prejudices seem to exist or are partly reflected in the Autocomplete. Try it yourself and do not write the whole question to the end, just stop after the three first letters of “Germans” in your language.

Here are results based on languages, I know:

English
Well, looks like the English-speaking people hold Germans in high regards. If you ask Google “Why are there so many ger” it will try to autocomplete with German composers, philosophers and scientists:

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Free Software Ergo Sum

Today is “I love Free Software”-day and I made some graphics to say thank you to everyone in and around Free Software. All pictures CC0.

If Rene Descartes would think about the secure foundation of knowledge in the digital communication, then this must be in Free Software. “Free Software Ergo Sum”.

Oil on Canvas:

René Descartes (1596 – 1650)

Sticker:

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Worked for us: Thank you 33C3

Summary: A report of the FSFE assembly and activity during the 33rd edition of the Chaos Communication Congress (CCC), in short “33C3”. It is mainly a visual report along some pictures.

I am happy to see our assembly growing every year and having the possibility to bring our message of Software Freedom to the people at the Chaos Communication Congress (CCC) is priceless. The CCC is Germany’s biggest annual meetup of hackers and political activists that share knowledge concerning the most burning issues in the Internet like data retention and data leeches, hatespeech, whistleblowing or space travel.

What started a few years ago with a single table, some leaflets, Dominic, Eike and me, now has grown into an assembly with 12 members and 21 sessions in three days. Being the host for likeminded organisations, host of noGame and offering workshops, workspace, get together, Free-Software-Song sing-along sessions …

But, as promised in the summary, I will let some pictures speak from here on. If you are interested in more information about our sessions, people and content, get it at the FSFE assembly’s 33c3-wiki-page.

FSFE’s assembly:

CCH turned into CCC

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Push Free Software and Open Science for Horizon2020

Summary: please help us to get the idea about the importance of Free Software as a condition for Open Science into the mind of stakeholders and decision-takers of the Horizon2020 program. You can do so by participating in the interim evaluation and re-using FSFE’s position paper.

What came to my mind the first times that I read “Open Science” was that this term should not be necessary in the first place. In common understanding as well as in its self-conception, “openness” is the elementary part of all science. “Openness” in a sense that all scientific results shall be published publicly along with experimental settings, methods and anything else that leads to their results. It is exactly this approach that – in theory – gives everyone the chance to reproduce the experiment and get to the same results.

But although this approach of openness might still be the noble objective of any scientist, the general idea of a publicly available science is called into question since at least the de-facto domination of publishers over science journals and the creation of a profit-oriented market-design. It cannot be the point of this blogpost to roll out the problematic situation in that nowadays the consumers and the content creators both have to pay publishers for overpriced science journals, financed with public money. Instead, at this point, most important is that these high prices are contrary to the idea of universal access to science as they give access only to those who can afford it.

Send and receive Open Science?

Fortunately, Open Access came up to do something about this problem. Similar to Free Software, Open Access uses free licenses to offer access to science publications to everyone around the globe. That is why Open Access is an important step towards the universal access of science. Unfortunately, in a digital world, Open Access is just one of many tools that we have to use to achieve an Open Science. Equally important is the format and software that is used. Also, Open Access only covers the final publication and misses to cover the steps that lead to there. This is where Open Science steps in.

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Lerne ein Werkzeug für Freie Software kennen: FragDenStaat.de

Heute in einer Woche beginnt der Chaos Communication Congress (33C3) und die FSFE-Assembly bietet dir dieses Jahr 21 Sessions. Darunter ist auch Arne Semsrott von der Open Knowledge Foundation Deutschland, der dort das Portal FragDenStaat.de betreut und an unserer Assembly einen Informationsfreiheits-Workshop für Einsteiger anbietet.

Wie auf dem FSFE summit dieses Jahr vorgestellt, planen wir in etwa Mitte nächsten Jahres die Kampagne “Public Money – Public Code” zu starten. Wie Katharina Nocun auf dem Summit erklärt, steckt Im Kern der Kampagne die Forderung, dass mit öffentlichen Geldern finanzierte Software(-entwicklungen) wiederum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

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Upcycling von Software? Ein paar Gedanken.

Auf der OpenRheinRuhr bin ich mit Frank Lanitz und Wolfgang Romey zusammen gekommen um über verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit von IT und Software zu diskutieren. Frank hat uns zusammengebracht, weil im Eigenbaukombinat in Halle eine Informationsreihe zum Thema Upcycling geplant ist. In diesem Rahmen fragten wir uns ob es eigentlich ein upcycling von Software gibt? Was könnte man darunter verstehen?

Nehmen wir mal die laut Wikipedia erste Definition von upcycling zur Grundlage:

“‚Recycling‘, sagte er, ‚ich nenne es Down-cycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Up-cycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.”

Es geht also darum ein gefertigtes Produkt in einer Weise zu verändern, dass es einen “höheren Wert” erhält, folglich geht es darum ein existierendes, in die Jahre gekommenes, Produkt nochmals aufzuwerten, zu verbessern.

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Die neue Berliner Koalition und Freie Software: Zwei Schritte vor, einer fehlt noch

Vertrag steht: Rot-Rot-Grün in Berlin - CC0 via pixabay
Vertrag steht: Rot-Rot-Grün in Berlin – CC0 via pixabay
Berlin hat seit bald zwei Wochen seinen ersten Rot-Rot-Grünen Koalitionsvertrag. Als Bundeshauptstadt und als ein Motor der deutschen digitalen Wirtschaft kommt dieser Regierung zugleich eine bundesweite Bedeutung zu. Das nun entstandene Werk ist durchaus Freie Software freundlich und fortschrittlich. Obwohl die vielleicht weitreichendste Entscheidung leider keinen Eingang gefunden hat: Eine Gesetzesänderung, die fortan verpflichten würde, von öffentlichen Geldern finanzierte Software unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen. Im folgenden eine Analyse des Vertrages unter dem Blickwinkel der Förderung und Verwendung Freier Software.

Text zu lang? Spring zum Resümee

Inhaltsverzeichnis:
Förderung Freier Software
Eigenentwicklung Freier Software
Wirtschaft
Bildung und OER
Wissenschaft und Open Access
Resümee

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