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Deutscher Planet

Lerne ein Werkzeug für Freie Software kennen: FragDenStaat.de

Heute in einer Woche beginnt der Chaos Communication Congress (33C3) und die FSFE-Assembly bietet dir dieses Jahr 21 Sessions. Darunter ist auch Arne Semsrott von der Open Knowledge Foundation Deutschland, der dort das Portal FragDenStaat.de betreut und an unserer Assembly einen Informationsfreiheits-Workshop für Einsteiger anbietet.

Wie auf dem FSFE summit dieses Jahr vorgestellt, planen wir in etwa Mitte nächsten Jahres die Kampagne “Public Money – Public Code” zu starten. Wie Katharina Nocun auf dem Summit erklärt, steckt Im Kern der Kampagne die Forderung, dass mit öffentlichen Geldern finanzierte Software(-entwicklungen) wiederum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

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Upcycling von Software? Ein paar Gedanken.

Auf der OpenRheinRuhr bin ich mit Frank Lanitz und Wolfgang Romey zusammen gekommen um über verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit von IT und Software zu diskutieren. Frank hat uns zusammengebracht, weil im Eigenbaukombinat in Halle eine Informationsreihe zum Thema Upcycling geplant ist. In diesem Rahmen fragten wir uns ob es eigentlich ein upcycling von Software gibt? Was könnte man darunter verstehen?

Nehmen wir mal die laut Wikipedia erste Definition von upcycling zur Grundlage:

“‚Recycling‘, sagte er, ‚ich nenne es Down-cycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Up-cycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.”

Es geht also darum ein gefertigtes Produkt in einer Weise zu verändern, dass es einen “höheren Wert” erhält, folglich geht es darum ein existierendes, in die Jahre gekommenes, Produkt nochmals aufzuwerten, zu verbessern.

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Die neue Berliner Koalition und Freie Software: Zwei Schritte vor, einer fehlt noch

Vertrag steht: Rot-Rot-Grün in Berlin - CC0 via pixabay
Vertrag steht: Rot-Rot-Grün in Berlin – CC0 via pixabay
Berlin hat seit bald zwei Wochen seinen ersten Rot-Rot-Grünen Koalitionsvertrag. Als Bundeshauptstadt und als ein Motor der deutschen digitalen Wirtschaft kommt dieser Regierung zugleich eine bundesweite Bedeutung zu. Das nun entstandene Werk ist durchaus Freie Software freundlich und fortschrittlich. Obwohl die vielleicht weitreichendste Entscheidung leider keinen Eingang gefunden hat: Eine Gesetzesänderung, die fortan verpflichten würde, von öffentlichen Geldern finanzierte Software unter einer Freien Lizenz zu veröffentlichen. Im folgenden eine Analyse des Vertrages unter dem Blickwinkel der Förderung und Verwendung Freier Software.

Text zu lang? Spring zum Resümee

Inhaltsverzeichnis:
Förderung Freier Software
Eigenentwicklung Freier Software
Wirtschaft
Bildung und OER
Wissenschaft und Open Access
Resümee

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Die Schulen Sachsen-Anhalts, der Finanzminister und Microsoft

Das Land Sachsen-Anhalt steht kurz davor, einen Vertrag mit Microsoft zu unterzeichnen, der vorsieht alle staatlichen Schulen des Landes künftig mit Microsoft Diensten und Programmen auszustatten. Die bisherige Absichtserklärung ist besonders prekär mit Blick auf den Datenschutz aller Lernenden, Lehrenden und Mitarbeitenden. Zudem unterstützt der Staat damit eine Produktbindung junger Menschen an verschlossene IT Lösungen.

Eigentlich hätte eine derart weitreichende Entscheidung – das Errichten einer einheitlichen, zentralisierten Schul-IT – durch ein Übereinkommen von Kommunen, dem Kultusministerium sowie dem Datenschutzbeauftragten besiegelt werden müssen. Weil ihm deren Zustimmung aber vielleicht zu unsicher war, hat der Finanzminister Sachsen-Anhalts, Jens Bullerjahn (SPD), jedoch kurzerhand im Alleingang einen Absichtserklärung über eine “Partnerschaft des Landes Sachsen-Anhalt und der Microsoft Deutschland GmbH” unterschrieben – ohne vorab die anderen Entscheidungsträger zu konsultieren.

Auch sonst schien es dem Finanzministerium lange Zeit wichtig zu sein, die konkreten Verhandlungen lieber geheim zu halten. Obwohl die Absichtserklärung bereits im März erstmals bekannt gegeben wurde ergab im April eine Anfrage auf fragdenstaat.de zur “Partnerschaft zwischen Microsoft und dem Land Sachsen-Anhalt” lediglich ein vollkommen geschwärztes Dokument zur “Einsicht” zurück. Seit kurzem aber ist das Dokument endlich veröffentlicht und daraus zitiert:

“Als eine der ersten Maßnahmen wird hierbei ein zentraler Verzeichnisdienst (Active Directory, Sicherheits- und Identitätsmanagement) begründet, der alle Akteure in der Bildungslandschaft einschließt, gleich ob Lehrende, Lernende oder sonstige Verwaltungsmitarbeiter […] Das Ministerium der Finanzen verantwortet und gestaltet die strategische Architektur, den zentral gesteuerten Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung dieser Kernkomponente”

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Sachsen-Anhalt verkauft seine Schulen an Microsoft

Das Land Sachsen-Anhalt will mitmachen, up-to-date sein, die Digitalisierung als Chance verstehen, Schule und Lehre modernisieren. Soweit gut, doch leider verpasst die aktuelle Regierung dabei die Chance, eine gute Ausbildung mit digitaler Selbstbestimmung und der Unabhängigkeit der Lehre zu verknüpfen. Anstatt auf den Ausbau von Open Educational Resources mit Freier Software zu setzen, plant die Landesregierung eine vollumfängliche Kooperation und Ausstattung aller öffentlichen Schulen mit Microsoft. Dazu gehört die verpflichtende Nutzung von MS-Software und online-Services bis hin zum Aufbau einer eigenen Microsoft “IT-Academy”. Das ganze unter dem offiziellen Dach der staatlichen Schule und Schulbildung, bezahlt durch den Steuerzahler.
Derartiges Vorhaben darf nicht zugelassen werden. Das ist nicht nur schlecht für den Datenschutz der Schülerinnen und Schüler und das Geld der Steuerzahlenden. Es verhindert zugleich den freien Wettbewerb und damit die Chancen lokaler Dienstleister. Vor allem aber treibt es Generationen von jungen Menschen in die Abhängigkeit zu Microsoft.

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Freie Software – Ressourcen schonen durch Teilen

Ende November wurde ich zu einem Fachgespräch „Nachhaltige Software“ eingeladen, veranstaltet durch das Öko-Institut e.V. sowie das Umweltbundesamt. Es handelte sich um eine Auftaktveranstaltung zur Forschungsfrage „Was ist Nachhaltige Software?“ beziehungsweise zu der Frage, welche Kriterien zur Bestimmung von Nachhaltigkeit von Software und dessen Entwicklung in Betracht gezogen werden können.
Ich wurde gebeten die Bedeutung Freier Software in Bezug auf Nachhaltigkeit zu beleuchten. Selbst sehe ich die besondere Bedeutung Freier Software für eine Digitale Nachhaltigkeit – den Veranstaltern war verständlicherweise jedoch die ökologische Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen. Und auch dazu kann Freie Software einen bedeutenden Beitrag leisten. Ich habe versucht in meinen Ausführungen beiden Ansprüchen gerecht zu werden.
Update: Im Anschluss an die Veranstaltung entstand der folgende Artikel, der auch in die öffentliche Dokumentation des Umweltbundesamtes aufgenommen wurde (Seite 29 ff). Außerdem gibt es eine eigens erstellte PDF version.

Zusammenfassung:
Dieser Artikel widmet sich den nachhaltigen Aspekten Freier Software und offener Entwicklungsmodelle. Dazu wird zuerst in das Verständnis von Nachhaltigkeit und in die Nachhaltigkeit digitaler Ressourcen eingeführt. Es folgt eine Erklärung Freier Software und schließlich wird skizziert, welche direkten positiven ökologischen Auswirkungen durch die Entwicklung und Verwendung Freier Software erzielt werden können.

Inhaltsverszeichnis

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Schutz vor Überwachung durch Verschlüsselung mit Freier Software

Unter dem Motto „Deine Daten bei Geheimdiensten“ veranstaltet die Humanistische Union (HU) im Rahmen der Kampagne „ausgeschnüffelt“ eine Blogparade. Hier ist mein Beitrag.

Eine charakteristische Eigenschaft digitaler Kommunikation ist ihre vermeintliche Stofflosigkeit. Diese Stofflosigkeit ist es, die auch ein prinzipiell unbegrenztes Speichern und Archivieren aller elektronischen Kommunikation ermöglicht. Das, und die Möglichkeit diese Daten massenhaft und maschinell auszuwerten und zu analysieren, verleitet Geheimdienste rund um den Globus zum abhören und speichern unser aller Kommunikation. Als Gegenmaßnahme könnte man wieder vermehrt offline kommunizieren – oder aber eine starke Verschlüsselung durch Freie Software verwenden.

Freie Software und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Unter Verschlüsselung versteht man die Verwendung mathematischer Algorithmen um einen zuvor klar lesbaren Text in eine nicht entzifferbare Zeichenreihenfolge umzuwandeln. Danach kann erst eine korrekte Entschlüsselung diesen Vorgang wieder umkehren, um den verschlüsselten Text wieder lesbar zu machen. Heutzutage finden sich viele Formen der Verschlüsselung die sich in punkto Anwendung und Methode mitunter stark unterscheiden. Für eine sichere Verschlüsselung unserer Kommunikation gelten dabei zwei Grundvoraussetzungen: Die Verwendung Freier Software und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Was ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

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Der Freie Software Pakt zur Europawahl 2014

Die französische Freie Software Organisation April hat dieses Jahr zur Europawahl wieder einmal ihre Kampagne “The Free Software Pact” gestartet. Ziel dieser Kampagne ist es, Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2014 für die Thematik Freie Software zu sensibilisieren indem sie zugleich einen “Freie Software Pakt” unterzeichnen. Die Kernforderungen dieses “Paktes” sind:

[…] Deshalb verspreche ich

  • alle Behörden, öffentliche Einrichtungen und lokale Dienste zu ermutigen, Freie Software und offene Standards in ihrer Auswahl, ihren Anschaffungen und ihren eigenen Entwicklungen vorzuziehen;
  • aktive Richtlinien zugunsten Freier Software zu unterstützen, und jede Diskriminierung gegen sie abzulehnen;
  • mich für die Rechte von Urhebern und Nutzern Freier Software einzusetzen, vor allem durch das Einfordern von Änderungen an allen Gesetzestexten, die diese Rechte derzeit schwächen, sowie die Ablehnung aller Gesetzesvorhaben, die zu solchen Folgen führen würden.

April hat in der Vergangenheit mit dieser Kampagne schon beachtliche Erfolge erzielt. Zur letzten Europawahl, 2009, gelang es 231 Unterschriften aus 10 verschiedenen Ländern zu sammeln. Leider gab es dieses Mal kleine Startschwierigkeiten, weshalb die Zeit inzwischen schon etwas knapp geworden ist. Umso dringender ist es also am besten sofort aktiv zu werden. Dieser Blogpost soll euch eine Hilfe dazu sein.

Zunächst gilt zu beachten, dass wir im Rahmen dieser Kampagne zwar nach Unterschriften von individuellen Kandidaten suchen, dass aber nach deutschem Europawahlrecht jeder Bürger eine Stimme zur Verfügung hat, mit der er jedoch keine Kandidaten direkt wählt sondern lediglich Parteilisten. Das hat einen Einfluss auf die empfohlene Kommunikation, siehe unten.

Vorlage zum Weiterverwenden

Ich habe heute angefangen die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste Berlin der CDU anzuschreiben. Im Folgenden der Text den ich bisher verwendet habe. Vielleicht hilft er ja dem Einen oder Anderen bei der Formulierung seines Textes. Es steht dir jedenfalls frei den folgenden Text komplett zu übernehmen oder in verändert Form weiter zu verwenden.

Sehr geehrte/-r Frau/Herr [Name],

ich bin [Mitglied / Ehrenamtlicher / Engagierter …] der Free Software Foundation Europe und ich schreibe Ihnen heute in Ihrer Funktion als Kandidat /-in der [Parteiname] für die Wahl des Europäischen Parlaments 2014.

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Das Recht auf eigene Gerätehoheit als Bedingung der Privatsphäre

Inzwischen verschenkt Netzpolitik.org das im November letzten Jahres erschienene Buch “Überwachtes Netz. Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte”. Ein Sammelband, in dem rund 50 Autorinnen und Autoren aus aller Welt die Folgen des NSA-Überwachungsskandals reflektieren und vorausschauen. Von den mit den FSF* assoziierten Personen finden sich Beiträge von Georg Greve, Richard Stallman und mir. Weil das Buch nun verschenkt wird (es wurde von Anfang an unter CC-BY-SA 3.0 vermarktet), veröffentliche ich heute meinen eigenen Beitrag:

Das Recht auf eigene Gerätehoheit als Bedingung der Privatsphäre

Zusammenfassung: Das Thema Überwachung dreht sich meist um die Überwachung des öffentlichen Raumes, spätestens seit Prism auch um die der Telekommunikation. Im eigenen Zuhause oder im Kreise der Freunde hingegen denkt man nur selten an die Möglichkeit einer allgegenwärtigen Überwachung. Doch genau diese Gefahr droht durch den zunehmenden Kontrollverlust über unsere technischen (Kommunikations-)Geräte. Immer häufiger implementieren Hersteller Möglichkeiten des Fernzugriffs in ihre Produkte. Daraus resultierende Zugangs- und Kontrollmöglichkeiten seitens der Hersteller machen aus diesen Produkten zugleich willkommene Werkzeuge für Geheimdienste. Das persönliche Eigentum wird so zum Spion in der Tasche oder im eigenen Wohnzimmer. Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, bedarf es sowohl eines aufgeklärten Konsumverhaltens als auch eines aktiven Verbraucherschutzes, der dem Kunden die eigene Gerätehoheit garantiert.

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Report des Berliner FSFE Treffen am 9.Januar 2014

Kai und Luca sind noch neue Mitglieder in unserer monatlichen Fellowship-Runde, haben beim letzten Treffen aber gleich ihren Einstand gegeben: Luca mit einem Bericht von der Mobilize!-Konferenz “Whatever Happened Privacy” und Kai mit einer Übersicht über alternative Suchmaschinen. Leider war der Autor selbst krank, deshalb kann ich nur wiedergeben, was mir als Zusammenfassung zugespielt wurde. Vielen Dank dafür, wäre gerne da gewesen:

Whatever happened to privacy?

Luca legte in seiner Zusammenfassung den Fokus auf die Themen Verletzung der Privatsphäre, Demokratie und Widerstand. Dankenswerterweise stellt er die Folien seines Vortrags auf seiner Fellowship-Seite zur Verfügung.

Google-Websuche – Welche Alternativen haben wir?

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