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Deutscher Planet

Freie Software – Ressourcen schonen durch Teilen

Ende November wurde ich zu einem Fachgespräch „Nachhaltige Software“ eingeladen, veranstaltet durch das Öko-Institut e.V. sowie das Umweltbundesamt. Es handelte sich um eine Auftaktveranstaltung zur Forschungsfrage „Was ist Nachhaltige Software?“ beziehungsweise zu der Frage, welche Kriterien zur Bestimmung von Nachhaltigkeit von Software und dessen Entwicklung in Betracht gezogen werden können.
Ich wurde gebeten die Bedeutung Freier Software in Bezug auf Nachhaltigkeit zu beleuchten. Selbst sehe ich die besondere Bedeutung Freier Software für eine Digitale Nachhaltigkeit – den Veranstaltern war verständlicherweise jedoch die ökologische Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen. Und auch dazu kann Freie Software einen bedeutenden Beitrag leisten. Ich habe versucht in meinen Ausführungen beiden Ansprüchen gerecht zu werden.
Update: Im Anschluss an die Veranstaltung entstand der folgende Artikel, der auch in die öffentliche Dokumentation des Umweltbundesamtes aufgenommen wurde (Seite 29 ff). Außerdem gibt es eine eigens erstellte PDF version.

Zusammenfassung:
Dieser Artikel widmet sich den nachhaltigen Aspekten Freier Software und offener Entwicklungsmodelle. Dazu wird zuerst in das Verständnis von Nachhaltigkeit und in die Nachhaltigkeit digitaler Ressourcen eingeführt. Es folgt eine Erklärung Freier Software und schließlich wird skizziert, welche direkten positiven ökologischen Auswirkungen durch die Entwicklung und Verwendung Freier Software erzielt werden können.

Inhaltsverszeichnis

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Schutz vor Überwachung durch Verschlüsselung mit Freier Software

Unter dem Motto „Deine Daten bei Geheimdiensten“ veranstaltet die Humanistische Union (HU) im Rahmen der Kampagne „ausgeschnüffelt“ eine Blogparade. Hier ist mein Beitrag.

Eine charakteristische Eigenschaft digitaler Kommunikation ist ihre vermeintliche Stofflosigkeit. Diese Stofflosigkeit ist es, die auch ein prinzipiell unbegrenztes Speichern und Archivieren aller elektronischen Kommunikation ermöglicht. Das, und die Möglichkeit diese Daten massenhaft und maschinell auszuwerten und zu analysieren, verleitet Geheimdienste rund um den Globus zum abhören und speichern unser aller Kommunikation. Als Gegenmaßnahme könnte man wieder vermehrt offline kommunizieren – oder aber eine starke Verschlüsselung durch Freie Software verwenden.

Freie Software und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Unter Verschlüsselung versteht man die Verwendung mathematischer Algorithmen um einen zuvor klar lesbaren Text in eine nicht entzifferbare Zeichenreihenfolge umzuwandeln. Danach kann erst eine korrekte Entschlüsselung diesen Vorgang wieder umkehren, um den verschlüsselten Text wieder lesbar zu machen. Heutzutage finden sich viele Formen der Verschlüsselung die sich in punkto Anwendung und Methode mitunter stark unterscheiden. Für eine sichere Verschlüsselung unserer Kommunikation gelten dabei zwei Grundvoraussetzungen: Die Verwendung Freier Software und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Was ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

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Der Freie Software Pakt zur Europawahl 2014

Die französische Freie Software Organisation April hat dieses Jahr zur Europawahl wieder einmal ihre Kampagne “The Free Software Pact” gestartet. Ziel dieser Kampagne ist es, Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2014 für die Thematik Freie Software zu sensibilisieren indem sie zugleich einen “Freie Software Pakt” unterzeichnen. Die Kernforderungen dieses “Paktes” sind:

[…] Deshalb verspreche ich

  • alle Behörden, öffentliche Einrichtungen und lokale Dienste zu ermutigen, Freie Software und offene Standards in ihrer Auswahl, ihren Anschaffungen und ihren eigenen Entwicklungen vorzuziehen;
  • aktive Richtlinien zugunsten Freier Software zu unterstützen, und jede Diskriminierung gegen sie abzulehnen;
  • mich für die Rechte von Urhebern und Nutzern Freier Software einzusetzen, vor allem durch das Einfordern von Änderungen an allen Gesetzestexten, die diese Rechte derzeit schwächen, sowie die Ablehnung aller Gesetzesvorhaben, die zu solchen Folgen führen würden.

April hat in der Vergangenheit mit dieser Kampagne schon beachtliche Erfolge erzielt. Zur letzten Europawahl, 2009, gelang es 231 Unterschriften aus 10 verschiedenen Ländern zu sammeln. Leider gab es dieses Mal kleine Startschwierigkeiten, weshalb die Zeit inzwischen schon etwas knapp geworden ist. Umso dringender ist es also am besten sofort aktiv zu werden. Dieser Blogpost soll euch eine Hilfe dazu sein.

Zunächst gilt zu beachten, dass wir im Rahmen dieser Kampagne zwar nach Unterschriften von individuellen Kandidaten suchen, dass aber nach deutschem Europawahlrecht jeder Bürger eine Stimme zur Verfügung hat, mit der er jedoch keine Kandidaten direkt wählt sondern lediglich Parteilisten. Das hat einen Einfluss auf die empfohlene Kommunikation, siehe unten.

Vorlage zum Weiterverwenden

Ich habe heute angefangen die Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste Berlin der CDU anzuschreiben. Im Folgenden der Text den ich bisher verwendet habe. Vielleicht hilft er ja dem Einen oder Anderen bei der Formulierung seines Textes. Es steht dir jedenfalls frei den folgenden Text komplett zu übernehmen oder in verändert Form weiter zu verwenden.

Sehr geehrte/-r Frau/Herr [Name],

ich bin [Mitglied / Ehrenamtlicher / Engagierter …] der Free Software Foundation Europe und ich schreibe Ihnen heute in Ihrer Funktion als Kandidat /-in der [Parteiname] für die Wahl des Europäischen Parlaments 2014.

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Das Recht auf eigene Gerätehoheit als Bedingung der Privatsphäre

Inzwischen verschenkt Netzpolitik.org das im November letzten Jahres erschienene Buch “Überwachtes Netz. Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte”. Ein Sammelband, in dem rund 50 Autorinnen und Autoren aus aller Welt die Folgen des NSA-Überwachungsskandals reflektieren und vorausschauen. Von den mit den FSF* assoziierten Personen finden sich Beiträge von Georg Greve, Richard Stallman und mir. Weil das Buch nun verschenkt wird (es wurde von Anfang an unter CC-BY-SA 3.0 vermarktet), veröffentliche ich heute meinen eigenen Beitrag:

Das Recht auf eigene Gerätehoheit als Bedingung der Privatsphäre

Zusammenfassung: Das Thema Überwachung dreht sich meist um die Überwachung des öffentlichen Raumes, spätestens seit Prism auch um die der Telekommunikation. Im eigenen Zuhause oder im Kreise der Freunde hingegen denkt man nur selten an die Möglichkeit einer allgegenwärtigen Überwachung. Doch genau diese Gefahr droht durch den zunehmenden Kontrollverlust über unsere technischen (Kommunikations-)Geräte. Immer häufiger implementieren Hersteller Möglichkeiten des Fernzugriffs in ihre Produkte. Daraus resultierende Zugangs- und Kontrollmöglichkeiten seitens der Hersteller machen aus diesen Produkten zugleich willkommene Werkzeuge für Geheimdienste. Das persönliche Eigentum wird so zum Spion in der Tasche oder im eigenen Wohnzimmer. Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, bedarf es sowohl eines aufgeklärten Konsumverhaltens als auch eines aktiven Verbraucherschutzes, der dem Kunden die eigene Gerätehoheit garantiert.

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Report des Berliner FSFE Treffen am 9.Januar 2014

Kai und Luca sind noch neue Mitglieder in unserer monatlichen Fellowship-Runde, haben beim letzten Treffen aber gleich ihren Einstand gegeben: Luca mit einem Bericht von der Mobilize!-Konferenz “Whatever Happened Privacy” und Kai mit einer Übersicht über alternative Suchmaschinen. Leider war der Autor selbst krank, deshalb kann ich nur wiedergeben, was mir als Zusammenfassung zugespielt wurde. Vielen Dank dafür, wäre gerne da gewesen:

Whatever happened to privacy?

Luca legte in seiner Zusammenfassung den Fokus auf die Themen Verletzung der Privatsphäre, Demokratie und Widerstand. Dankenswerterweise stellt er die Folien seines Vortrags auf seiner Fellowship-Seite zur Verfügung.

Google-Websuche – Welche Alternativen haben wir?

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Report des Berliner FSFE Treffen am 12.12.13

Letzten Donnerstag, 12.12.13, hat sich die Berliner Fellowship Gruppe wieder einmal in der E-Lok zum monatlichen Fellowship-Meeting getroffen. Dieses Mal hatten wir das Thema “Online-Inhalte speichern um sie später Offline zu lesen”. Skills, die man auch 2013 leider immer noch oft benötigt: Wie macht man das eigentlich, wenn man einen ganz tollen Artikel findet, aber in dem Moment aber einfach keine Zeit hat? Oder man hat nur 5 Minuten Zeit, bevor man wieder 2h Offline ist … wie macht man das am Computer und wie am Telefon / Tablet?

Eines gleich vorweg: Besonders schön war zu sehen, dass uns dieses Thema ganz neue Besucher angeschwemmt hat und wir dadurch nicht nur eine große Gruppe waren sondern auch den bisher höchsten Frauenanteil eines Meetings hatten – ich hoffe auf Wiederholung.

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Report des Berliner FSFE Treffen am 14.11.2013

Heute ein Gastbeitrag von Silvan, der mit mir zusammen die Fellowship-Gruppe Berlin organisiert. Vielen Dank!

Am 14.November veranstaltete die Berliner Fellowship-Gruppe ein erstes Treffen nach neuem Konzept. Die Grundidee dahinter ist künftig auf jedem Meeting drei stets wiederkehrende Blöcke zu gestalten:

  1. eine 15-minütige Zusammenfassung der FSFE-Aktivitäten des letzten Monats durch einen Mitarbeiter aus dem Berliner Büro
  2. ein einstündiges Thema das montalich wechselt. Eventuell eingeleitet mit einem kurzem Vortrag und anschließend moderiert von jeweils einem “owner” aus der Berliner Fellowship-Gruppe
  3. ein 15-minütiger Meta-Block mit Feedback sowie Planungen für das Thema und den owner des nächsten Meetings und weitere Aktivitäten.

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Gesucht: Nutzer, denen die Gewährleistung eines gerooteten Gerätes versagt wurde

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) – ein vom Bundesministerium für Verbraucherschutz geförderter Verein – hat auf ihrem Portal Surfer haben Rechte das Thema Rooting vs Gewährleistung aufgegriffen. Speziell geht es in diesem Beitrag um das sogenannte ‘rooting’ von Android-Smartphones. Darunter versteht man den vollen Zugriff auf das eigene Mobilgerät um Daten und Programme nach Belieben zu installieren – beispielsweise auch alternative Betriebssysteme. Die meisten Hersteller gewähren ihren Nutzern dieses Recht auf eigene Gerätehoheit allerdings nicht. Die Verbraucherzentrale Bundesverband stellt dazu fest:

Rechtsexperten sind sich einig, dass das Rooting zu privaten Zwecken zwar strafrechtlich unbedenklich, allerdings vertragsrechtlich höchst umstritten ist. Denn viele Hersteller akzeptieren in der Praxis keinerlei gesetzliche Gewährleistungsansprüche mehr, wenn das Gerät gerootet wurde. Dabei ist es unerheblich, wann der Schaden eingetreten bzw. worauf er zurück zu führen ist.

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